Skoda Velotour: 104 km durch Frankfurt und Taunus (Rennbericht)

Das zweiten Rennen des Jahres stand eigentlich unter keinem sehr guten Stern. Rein sportlich gesehen. Die Vorbereitung kam schlicht zu kurz. Erst bremste mich der Sturz im „Höhentrainingslager“ aus (was ich bereits schmerzlich mit Wadenkrämpfen beim Frankfurter Halbmarathon bezahlen durfte), dann lies die Arbeit in den letzten Wochen wenig Zeit für das Training zu.

Und doch konnte ich meine wichtigsten Ziele erreichen:

    • Unsere Sponsoren haben tatsächlich den angestrebten Betrag von 104 x 25 EUR aufgebracht. Damit liegt unser aktueller Spendenstand bei 3.935 EUR.
    • Ich habe das Radrennen sturzfrei überstanden 🙂
    • Und hatte auch noch meinen Spass dabei!

Doch der Reihe nach: los ging es am 1. Mai in aller Frühe mit einem schnellen Frühstück (vielleicht zu schnell, mehr dazu weiter unten…) und einer geselligen S-Bahnfahrt nach Eschborn, zum Start. (Schwarzfahrer dürfen zum Startgeld hier gleich noch einmal 40 EUR zahlen!!!).

SkodaVelo_SBahn

Der Menschenauflauf und die Stimmung in Eschborn waren super. 4.830 Teilnehmer am Start der verschiedenen Amateur-Distanzen. Eigentlich unglaublich, versuchen uns doch die Medien zu erklären, dass Radsport in Deutschland nicht mehr zieht … Hätte jeder Teilnehmer so nebenbei auch nur 1 EUR in unseren Klingelbeutel geworfen, dann wären wir jetzt fein raus. Es ginge natürlich auch nachträglich über unser Spendenkonto 🙂

SkodaVelo_Startbox

Aber zurück zum Rennen. Das Wetter war vor dem Start grau und kühl. Vereinzelte Regentropfen erreichten immer mal wieder den Boden. Sollte meine Horrorvorstellung doch noch eintreffen? Ein Regenrennen auf rutschigen Straßen? Ich wäre mit meiner Sturzerfahrung wohl nicht gestartet.

IMG-20140501-00178.jpg

So aber ging es in einem großen Feld sehr schnell aber auch nervös Richtung Frankfurter Innenstadt. 45 km/h und mehr. Ich bin hier auf Sicherheit gefahren – nicht im Gedränge, dafür häufiger etwas im Wind (das kostet Körner). Und so kam es dann auch vor mir immer wieder zu Stürzen mit vorzeitigem Ende der Beteiligten. Ich kam jedenfalls ordentlich durch die engen Kurven der Innenstadt und ehe ich mich versah waren wir im Vordertaunus. Bad Homburg, Oberursel. Das große Feld ist hier bereits in kleine Gruppen à 20-30 Fahrer geteilt. Und hier, am Ortsausgang von Oberursel, begann das 2. Kapitel des Renntages.

Die Berge standen auf dem Programm. Jetzt ist der Taunus nicht mit den Alpen zu vergleichen. Und doch wurde es jetzt deutlich schwieriger. Konstant mit 5-7% Steigung ging es hinauf zum Feldberg. Im Profil deutlich zu erkennen:

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Je höher wir durch den Wald kletterten, desto dunkler wurde allerdings der Himmel. Schließlich fing der Regen an. So ein Mist!!! Noch vor der von mir so gefürchteten Abfahrt nach Niederreifenberg. 10% mit Kurven und Schlaglöchern. Eigentlich schon eine Herausforderung an sich. Dazu jetzt noch eine glitschige Strasse!?!? Ich bin dann seeehr vorsichtig mit ordentlich Bremseinlagen runter. Hat geklappt 🙂 So kam dann langsam das Selbstvertrauen und der Mut zurück.

In den folgenden Auf- und Ab-Passagen lies ich es dann etwas mehr laufen – zumal der Regen aufhörte und plötzlich die Sonne raus kam. Unglaublich schön. Mitten im Taunus, keine Autos und vor allem keine Motorräder. Himmlische Ruhe – von Schnaufen der Mitfahrer mal abgesehen. So ging es in den letzten heftigen Anstieg des Tages hinein: Den Ruppertshainer Hang. Zwar nicht sehr lang, dafür ein echtes Brett mit angeblich 16-17% Steigung. Da müssen schon ein paar Körner mehr mobilisiert werden.

Ja, ja die Körner. Da war doch was. Genau: ein kleines Frühstück, etwas oft die Nase im Wind. Und da waren die Körner langsam alle!!! Unten noch zuversichtlich in den Hang gestartet, gab es oben kurz vor dem Ende einen Krampf im linken Oberschenkel. Ja Halleluja. Das kannte ich noch nicht. Zum Glück geht es von Ruppertshain bis nach Hofheim recht konstant bergab. Und so versteckte ich mich in einer Gruppe im Windschatten. „Im locker Treten, etwas trinken und essen – das wird schon wieder,“ sagte ich mir. Und dann kam die erste Flachpassage, der nächste kleine Anstieg und … der Krampf, diesmal im rechten Oberschenkel.

Als Jan Ullrich 1997 im gelben Trikot auf der 18. Etappe der Tour de France in den Vogesen schwächelte, feuerte Udo Bölts ihn mit dem Spruch an: „Quäl dich, du Sau!“. Nun hatte ich kein gelbes Trikot an und es war auch kein Udo Bölls zu meiner Unterstützung dabei. Und doch versuchte ich auf die Zähne zu beißen und einen vertretbaren Rhythmus zu finden. Aber unter den Bedingungen sind 20 km verdammt lang. Zumal wenn immer wieder kleine Gruppen vorbei fliegen und man nicht mitkommt.

Am Ende hat es dann aber gereicht. Meine „Udos“ hießen übrigens Carsten (Namensvetter) und Kristin. Wir haben uns zusammen durchgeschleppt. So kam eine Rennzeit von 3h30 Minuten raus. Für 104 km mit knapp 1.400 Höhenmetern. Nicht wirklich berauschend (habe mir deutlich mehr vorgenommen, schnief) Aber letztendlich zählt nur eins:

Wir sind mit unserem Projekt wieder einen wichtigen Schritt voran gekommen!!! = 104 x 25 EUR für das Spendenkonto !!!

Egal, wie kaputt ich danach war. Die Hilfe zählt…

SkodaVelo_Ziel

Daher auch an der Stelle nochmals 1.000 Dank an alle unsere Sponsoren bzw. Spender (hier die komplette Liste).

Mein Blick geht aber schon wieder nach vorne:

Der nächste Wettkampf findet am 15. Juni im Kraichgau statt. Ein Triathlon über insgesamt 113 km. Bislang haben wir davon erst 32 km mit Sponsorengeldern finanziert. Es fehlen also noch

81 km x 25 EUR = 2.205 EUR

DAS wird ein heißes Rennen. Schaffen wir das??? Wenn, dann wohl nur gemeinsam!!! Erzählt über unseren Spendenlauf – macht auf unser Spendenkonto (hier der LINK) aufmerksam.

KEEP HELPING!!!

2 Gedanken zu „Skoda Velotour: 104 km durch Frankfurt und Taunus (Rennbericht)

  1. Pingback: Wir brauchen wieder mehr Rückenwind für die Spenden!!! | Running for … an ambulance.

  2. Pingback: Das große Ziel nur grob vor Augen geht es wieder los!!! #Running for #Charity @EschbornFFM | Running for … an ambulance.

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