Archiv für den Monat August 2014

Rennbericht: IRONMAN 70.3 Wiesbaden +++ oder: von Wetterfrosch und lahmer Ente

Der Ironman 70.3 in Wiesbaden ist nicht nur eine Europameisterschaft, es ist vielleicht auch eines der härtesten Rennen dieser Serie überhaupt. Allein auf der 90k Radstrecke müssen insgesamt 1.500 Höhenmeter erklommen werden – und das Anfang August bei hochsommerlichen Temperaturen und knallender Sonne…

Dieses Jahr sollte es aber anders kommen. Unwetterwarnungen mit Blitz, Donner, Starkregen meldete der Wetterfrosch. Die Vorfreude war also leicht getrübt, zumal meine Vorbereitung ja nicht optimal lief. Zu viele Einheiten sind ausgefallen – wegen Job und gesundheitlicher Sorgen.

Allerdings war da ja noch das brandneue Trikot mit allen Sponsoren drauf! Was habe ich mich die ganze Woche schon darauf gefreut, diese mit Stolz und Kraft über die gesamte Wettkampfdistanz zu tragen 🙂

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Und so ging der Renntag schon sehr früh los: 5 Uhr aufstehen, frühstücken und auf nach Wiesbaden – im strömenden Regen. Von dort brachte mich der Shuttle-Bus dann zum Raunheimer Waldsee, in die erste Wechselzone:

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Rad vorbereiten, ersten Wechselbeutel checken, Profis bestaunen – und dann stand ich auch schon im Vorstartbereich am Seeufer.

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1,9k Kraulen durch den warmen und sauberen See warteten auf mich. Der Wetterfrosch hatte sich übrigens in der Zwischenzeit vor Scham verkrochen, denn das Wetter wurde … richtig gut! Bereits im Sonnenschein konnte ich mich so in das Getümmel stürzen. Insgesamt lief das Schwimmen nach Plan, wenn auch aufgrund des nicht absolvierten Trainings, mäßig schnell. Gut trainierte Enten hätten locker mithalten können …

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 1,9 km SWIM in 00h 36m 34s

Der Weg vom Wasserausstieg bis zum Rad ist in Wiesbaden recht lang und so verließ ich die Wechselzone knapp 4 Minuten später. Wie würden die Beine reagieren? Bin ich doch die letzten 3 Wochen nur gelaufen im Training. Nun, sie reagierten sehr gut. Und ich konnte bis zum langen Anstieg rauf zur Wiesbadener Platte ordentlich Druck auf die Pedale bringen (Danke, Csilla!). Die Bedingungen auf dem Rad blieben übrigens super. 23 Grad, etwas Wind und trocken. Allerdings musste ich so ab Km 60 feststellen, dass der geringe Trainingsumfang der letzten Wochen doch einen Preis forderte: Ich wurde insgesamt einfach langsamer. Und statt zu überholen, wurde ich eingeholt. Negativrekord. Mist – aber nicht zu ändern. Ich wollte da aber auch nicht überziehen, schließlich kam ja noch der Halbmarathon, und meine Gesundheit schützen. Die Abfahrt von der Platte zurück in die Innenstadt zur 2. Wechselzone habe ich dann genossen. Meine Abfahrtsängste scheinen geheilt!!! (Spitzen 75 km/h)…

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90,1 km BIKE in 03h 22m 20s

Nach dem 2. Wechsel ging es durch die tobenden Massen am Wiesbadener Kurhaus vorbei auf die Halbmarathon-Runde: Diese zieht sich 2km langsam bergauf, danach geht es genauso 2km langsam bergab. Als Höhepunkt läuft man dann so ca. 1km lang wieder am Kurhaus vorbei. Mit der Musik, den Zuschauer, der Gänsehaut. Das Ganze 4x. Da meine Form nicht plötzlich nach dem Wechsel einfach so zurückkam, konnte ich die 4 Runden bei einem relativ gemächlichen Tempo genießen. Keine Krämpfe, keine Schmerzen. Und so bog ich glücklich und mit ordentlich Emotionen nach knapp 5 Stunden und 53 Minuten in den Zielkanal ein: ich habe die Herausforderung wieder geschafft, habe mit Stolz die Namen der vielen Spender über die gesamte Strecke buchstäblich auf den Schultern getragen.

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21,1 km RUN in 01h 48m 01s

Gesamtzeit inkl. Wechsel: 5h 53m 25s

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Was bleibt übrig? Es macht einfach Spaß, alles zu geben. Für die sportliche Herausforderung, aber auch für die Kinderklinik BILBASSI. Da ist auch das sehr gute Gefühl, weitere Sponsoren im Vorfeld des Ironman gewonnen zu haben 🙂

Doch in Wiesbaden galt mein ganzer Dank denen, die es bislang auf das Trikot geschafft haben – für Euch habe ich alles gegeben:

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Ich hoffe, es kommen bis zu den nächsten Wettkämpfen viele neue Spender dazu. Das Spendenkonto ist leicht zu finden: hier. Es gibt noch viel zu tun!

KEEP RUNNING +++ KEEP HELPING

 

 

 

 

 

 

Raceday -1: Alle Spender sind morgen beim IRONMAN dabei. DANKE an Biehler Sportswear!

Liebe Spender und Sponsoren,

bei der morgigen Europameisterschaft des 70.3 IRONMAN werde ich Eure Namen und Logos mit Stolz durch die Wellen des Raunheimer Waldsees, über die Berge des Taunus und durch den Wiesbadener Kurpark tragen.

Es ist mein Dankeschön für Eure finanzielle Unterstützung. Ohne Eure Hilfe könnten wir den dringend benötigen Krankenwagen für das Kinderkrankenhaus BILBASSI nicht erwerben.

Für die Fotografen sind die Logos der Unternehmen von vorne gut sichtbar:

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Alle, die sich meine Rückseite  ansehen müssen – weil ich sie überholt habe – dürfen sich dafür die lange Liste der Unterstützer dann in Ruhe durchlesen 🙂

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Den optisch professionelle Auftritt habe ich BIELER SPORTSWEAR zu verdanken, die mich entsprechend dabei unterstützt haben. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit!!!

Natürlich sind wir noch nicht am Ziel unserer Spendenaktion. Und ich freue mich unverändert über eine länger werdende Sponsorenliste (zum Spendenkonto geht es hier).

Aber soviel darf verraten werden: es haben sich bereits weitere Spenden angekündigt 🙂

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Drückt mir für morgen die Daumen. Schaffe ich die 5h30? Hängt wohl auch vom Wetter ab.

KEEP HELPING.

Raceday -1: Högschte Konzentration!!! Jetzt bloss nix vergesse …

Der Tag vor dem eigentlichen Wettkampf verlangt mir immer wieder aufs Neue alles ab.

  • Wie ist der genaue Zeitablauf?
  • Wann ist die Wettkampf-Besprechung? Und wo?
  • Wann muss das Rad abgegeben werden? Dazu dann auch gleich die Laufsachen?
  • Was brauche ich überhaupt wieder in all die Wechselbeuteln?
  • Bloss das Reservegel nicht vergessen, und die Socken.
  • Welche Klamotten ziehe ich an? Auf dem Rad? Vor dem Start?

So geht es dann die ganzen Zeit heute. Zum Glück kommt ja so laaangsam die Routine durch. Wird schon! Ich weiß eigentlich, was ich alles brauche. Und ich kenne die Strecken!

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Vorher gehe ich jetzt daher noch einmal locker im Park Laufen, 30 Minuten, danach ausgiebig Frühstücken und dann, dann mache ich mich an die Arbeit. Was brauche ich noch einmal? Sonnencreme? Ersatzlinsen?

KEEP RUNNING

Die Spendenwelle rollt wieder! Schaffen wir diese Woche 1.000,- EUR?

Es ist wie bei einem Triathlon, der über 5 Stunden dauert. Die Kräfte müssen richtig eingeteilt werden, um das Ziel auch ja zu erreichen.

Gleiches gilt für unsere Spenden. Nach einer kleinen Sommerpause geht es jetzt wieder los. Die nächste Spende ist eingetroffen, von Raphael.

Rapahel

Tausend Dank, auch im Namen von Bilbassi und den Kindern im Senegal. Sollte niemand mehr als 200 EURO bieten, geht damit auch das unterschriebene Trikot der Radmannschaft SAXO-TINKOFF an Dich!

Dann schaffen wir vielleicht ja doch das frisch gesteckte Ziel zu erreichen:

EUR 1.000,- in dieser Woche einzusammeln???

Die Auflösung gibt es nächste Woche – die Angaben zum Spendenkonto schon heute (hier!).

KEEP RUNNING!

Raceday -2: Gutes Gefühl, wenn die Profis loben. Oder nicht?

Noch 2x Schlafen und dann heisst es alles in die Waagschale werfen. Alles für ein gutes Rennen, alles für diesen verdammten Krankenwagen, den ich unbedingt für das Kinderkrankenhaus BILBASSI organisieren möchte. Mit Euren Spenden.

Ich behalte da aber ein gutes Gefühl. Der halbe Weg ist ja schon fast erreicht. Vielleicht klappt es ja bis zum IRONMAN 70.3 in Wiesbaden am kommenden Sonntag schon mit den nächsten 1.000 Euro?

Ein gutes Gefühl habe ich auch was die insgesamt doch recht magere Vorbereitung betrifft. Insbesondere weil die beiden Triathlon-Profis …

Ronnie Schildknecht ( – immerhin Sieger des IRONMAN Switzerland 2013), und Andreas Böcherer ( -Sieger in Wiesbaden 2011) meine Ernährungsstrategie abgesegnet haben: hier der Beweis!

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Was will ich eigentlich mehr 🙂 ?

Klar, die Spende von Lindt natürlich. Aber sonst alles super.

Der heutige Lauf – ruhige 3k eingelaufen dann noch einmal 3-4 schnellere Abschnitte – fühlte sich übrigens nicht ganz so gut an. Anstrengend. Zäh… An diesem guten Gefühl muss dann mein Tapering auf der Zielgerade noch etwas arbeiten. Sonst wird Sonntag ein echter Leidenstag!

KEEP RUNNING

Raceday -3: Jetzt gilt es die Reserven aufzufüllen

Sich am Vorabend des Triathlons noch Unmengen an Spaghetti reinzuwerfen scheint mir nicht der beste Plan zu sein. Die Kohlenhydrate daraus landen dann kurz vor dem Start eher im Dixie-Klo – und nicht in den Muskeln.

Wie das perfekte Carbo-Loading ausschaut, ist wahrscheinlich auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Persönliche Erfahrung schlägt aus meiner Sicht die zahlreichen Studien zu diesem Thema.

Und so verhält sich bei mir die Aufnahme von Kohlenhydraten umgekehrt proportional zum rückläufigen Trainingsaufwand der Tapering-Phase. Ich habe gestern auf meiner Dienstreise schon einmal vorsichtig die Zufuhr erhöht …

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 … und schlage 3 Tage vor dem Rennen nun so richtig zu.

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Wenn es nicht zur Bestzeit reicht, dann lag es jedenfalls nicht an diesem Teller Spaghetti 🙂

KEEP RUNNING

P.S.: Spenden werden weiterhin gerne für den Krankenwagen angenommen. Hier geht es zur Kontoverbindung.

Raceday -4: Tapern in der 2. Klasse

Ich habe mich ja so langsam daran gewöhnt und trage es mit Fassung: Meine Vorbereitung auf Wettkämpfe ist stark verbesserungsfähig. Das gilt für das Training genauso wie für das so wichtige „tapering“. Dieses besagt, dass die Leistung am Renntag ja geradeso explodiert, wenn man denn nur die letzten 10 Tage vorher den Trainingsumfang runterfährt und sich schön erholt. Dieser letzte Feinschliff fällt bei mir mal wieder etwas gröber aus 🙂

Denn ich erhole mich 4 Tage vor dem Ironman 70.3 in Wiesbaden nun zur Abwechslung mal im ICE von und nach München. Meine Arbeit ruft – während Sebi Kienle und Andi Raelert die Beine hochlegen können… So wird das ja nie was mit Hawaii!

Meine Anregung vor diesem Hintergrund die Altersklassen neu zu sortieren und damit gerechter zu gestalten wurde übrigens von WTC und ITU abgelehnt. So starte ich am Sonntag also wieder einmal nur fiktiv in meiner mir eignen AK-Gruppe „M40-Verh-2Kids-NIXBeamter“.

KEEP RUNNING